Wir werfen für euch jede Woche einen Blick auf die Leistungen der Österreicher in der deutschen Bundesliga. Genau wie die gesamte Mannschaft des RB... Deutsche Bundesliga: Hertha BSC mit Lazaro nicht zu stoppen

Wir werfen für euch jede Woche einen Blick auf die Leistungen der Österreicher in der deutschen Bundesliga.

Genau wie die gesamte Mannschaft des RB Leipzig, kann auch Marcel Sabitzer aktuell nicht sein gesamtes Potenzial abrufen. Beim 1:1 gegen Adi Hütters Eintracht Frankfurt stand Sabitzer zwar wieder in der Anfangsformation der Sachsen, blieb mit nur einem einzigen Abschluss, der dazu nicht einmal den Weg auf das Tor fand, offensiv blass. Er versuchte sich an zwei Dribblings, die jedoch beide nicht erfolgreich waren. Auch war er sonst an keinem Torschuss direkt beteiligt. Kämpferisch konnte man ihm jedoch keinen Vorwurf machen, gewann er doch 60 Prozent seiner Zweikämpfe. Zudem hatte er mit elf Balleroberungen die meisten seiner Mannschaft. Konrad Laimer kam ebenfalls von Beginn an zum Einsatz, bekleidete dabei wie schon in der letzten Saison so häufig die Position des Außenverteidigers. Laimer war in der Partie gegen Frankfurt einer der Aktivposten seiner Mannschaft – kein Leipziger ging so häufig ins Dribbling wie Laimer (dreimal, einmal durchgesetzt). Im gelang es zudem offensiv eine Großchance zu kreieren, während er defensiv vier Bälle klären konnte. Stefan Ilsanker wurde erst in der 85. Minute eingewechselt, und sah bereits nach drei Minuten die Gelbe Karte.

David Alaba lieferte beim 2:0-Erfolg des FC Bayern beim FC Schalke 04 seine vielleicht – zumindest offensiv – auffälligste Leistung ab. Vor allem mit seinen starken Fernschüssen sorgte der Außenverteidiger immer wieder für Gefahr für das Schalker Tor: ein direkter Freistoß traf die Latte, während er mit einem anderen Schalke – Goalie Ralf Fährmann zu einer Glanzparade zwang. Zusätzlich bereitete er zwei Torschüsse seiner Kollegen vor. Auf Seiten der Knappen durfte Alessandro Schöpf von Beginn an spielen, zeigte dabei jedoch eine schwache Leistung. James Rodriguez machte mit ihm was er wollte, wusste sich oft nur mit Fouls zu helfen (Schöpf foulte viermal und damit am häufigsten von allen Spielern). Hinzu kommen drei Ballverluste und eine miserable Zweikampfquote von 27 Prozent. Jedoch ging kein Schalker so häufig ins Dribbling wie Schöpf (zwei von vier gewonnen). Guido Burgstaller wurde erst in der 73. Minute eingewechselt, gab danach noch einen Schuss ab (kam nicht aufs Tor), gewann keinen Zweikampf und leistete sich zwei Ballverluste.

Fast hätte Michael Gregoritsch seine gute Leistung bei der 2:3-Heimniederlage des FC Augsburg gegen Werder Bremen noch gekrönt und den eigentlich verdienten Ausgleich für seine Mannschaft erzielt. Doch Gregoritsch scheiterte in der 89. Minute mit einem Kopfball am Pfosten. Zuvor hatte Gregoritsch vier Schüsse abgegeben, wovon aber nur einer den Weg auf das Tor fand. Ihm gelang es, drei Chancen für seine Mannschaft herauszuspielen, spielte beim FCA zudem die meisten Pässe im Angriffsdrittel und gewann die meisten Offensiv-Kopfballduelle. Kollege Martin Hinteregger gewann hingegen die meisten Kopfballduelle in der Defensive, entschied zusätzlich jeden seiner Zweikämpfe für sich und hatte mit elf die zweitmeisten Balleroberungen auf dem Platz. Kevin Danso kam nicht zum Einsatz. Wie Gregoritsch, zeigte auch Florian Kainz eine starke Offensivleistung. Zwar gab Kainz nur einen Torschuss ab, der seinen Weg auf das Ziel nicht fand, dafür spielte er zwei Chancen heraus, spielte die meisten Pässe im Angriffsdrittel, ging am häufigsten von allen Spielern ins Dribbling, schlug die zweitmeisten Flanken und kam auf neun Balleroberungen. Martin Harnik wurde erst in der 71. Minute eingewechselt, kam auf keinen Torschuss und sah später noch die Gelbe Karte. Marco Friedl kam hingegen nicht zum Einsatz.

Hertha BSC blieb auch gegen Borussia Mönchengladbach erfolgreich (4:2) und belegt nach drei Siegen aus vier Spielen aktuell den zweiten Platz der Tabelle. Eine wichtige Rolle beim Aufschwung der Berliner spielt auch Valentino Lazaro, der gegen Gladbach das 2:1 erzielte. Lazaro spielte zudem zwei weitere Chancen heraus, spielte bei Hertha die zweitmeisten Pässe im Angriffsdrittel, eroberte neunmal den Ball, gewann jedes seiner Dribblings (zwei von zwei) und entschied 83 Prozent seiner Zweikämpfe für sich.

Stefan Posch stand nach seinem Champions-League-Debüt unter der Woche für die TSG Hoffenheim auch beim 1:1 gegen Borussia Dortmund wieder in der Starformation. Posch spielte die meisten Pässe seiner Mannschaft (Quote: 90 Prozent) und gewann 75 Prozent seiner Zweikämpfe. Hinzu kamen jeweils drei geklärte Bälle und drei Balleroberungen. Florian Grillitsch gehört mittlerweile zu den besten Stabilitäts-Spielern der Bundesliga. Auch gegen den BVB war Grillitsch zwar nicht sonderlich auffällig, war mit einer Zweikampfquote von 70 Prozent und acht Balleroberungen aber wiedermal enorm wichtig.

Georg Margreitter überzeigte beim ersten Saisonsieg des 1. FC Nürnberg gegen Hannover 96 (2:0) mit sieben geklärten Bällen, einer Zweikampfquote von 78 Prozent (führte dabei die meisten Zweikämpfe auf dem Platz) und einer Passquote von 90 Prozent (spielte auch die meisten Pässe). Kevin Wimmer dagegen erwischte nicht seinen besten Tag, führte nur einen Zweikampf und kam auf zwei geklärte Bälle.

Philipp Lienhart wurde beim Spiel VfL Wolfsburg gegen den SC Freiburg (1:3) in der 67. Minute eingewechselt. Er kam danach immerhin noch auch vier geklärte Bälle.

Karim Onisiwo, Philipp Mwene (beide Mainz 05), Julian Baumgartlinger, Aleksandar Dragovic, Ramazan Özcan (alle Bayer Leverkusen), Kevin Stöger (Fortuna Düsseldorf) und Pavao Pervan (VfL Wolfsburg) kamen nicht zum Einsatz.

Ral, abseits.at