Auch die 28. Bundesliga-Runde war nicht arm an Überraschungen und knappen Partien. Die Austria tat sich lange Zeit beim SKN St. Pölten schwer und... Überraschung des Spieltags (28): Eigentor-Rekord bei Hartberg-Auswärtssieg

Auch die 28. Bundesliga-Runde war nicht arm an Überraschungen und knappen Partien. Die Austria tat sich lange Zeit beim SKN St. Pölten schwer und holte sich in der letzten Minute den ersten Sieg im Meisterplayoff. Der LASK setzte sich knapp mit 3:2 in Graz gegen den SK Sturm durch und der WAC gewann überraschend mit 2:1 gegen Serienmeister RB Salzburg. Ebenfalls nicht rechnen konnte man mit dem 4:1-Auswärtssieg der Innsbrucker gegen Altach, der den Tirolern in der Tabelle jedoch unmittelbar nichts nützt, da auch dem TSV Hartberg eine riesige Sensation gelang.

Hartberg war nämlich zu Gast beim SK Rapid Wien und über dieses Spiel sollte es noch lange nach dem Schlusspfiff zahlreiche Diskussionen geben. Rapid-Coach Didi Kühbauer musste sich bei der Pressekonferenz nach Spielschluss sichtlich zusammenreißen, was ihm auch gut gelang. Wer den Trainer jedoch kennt, der sah ihm an wie sehr er geladen war. Der Grund dafür war Schiedsrichter Jäger, der eine sehr schwierige Partie zu pfeifen hatte und in zahlreichen Schnittsituationen leider den Überblick verlor. Es fehlte ihm zudem auch an Fingerspitzengefühl, insbesondere bei der gelb-roten Karte von Thomas Murg.

Rotation vor Cup-Endspiel

Schon in Hartberg tat sich Kühbauers Mannschaft unter der Woche in der ersten Halbzeit enorm schwer, weshalb sich die Akteure in der Pause einiges von ihrem Chefcoach anhören mussten. In den zweiten 45 Minuten übernahm Rapid aber das Kommando und zeigte sehenswerte Aktionen und Tore. Die Rapid-Fans hofften, dass es in dieser Tonart beim Heimspiel weitergehen würde, doch die stark veränderte Mannschaft (Murg und Schwab wurden fürs Cup-Endspiel zunächst geschont), geriet durch ein Eigentor und einen umstrittenen Elfmeter schon früh mit 0:2 in Rückstand. Die Mannschaft egalisierte den Rückstand noch vor der Pause durch zwei weitere Eigentore und ging als großer Favorit und den zweiten Durchgang, zumal Schwab zur Halbzeit ins Spiel kam und Murg ihm 15 Minuten später folgte. Nach einem weiteren umstrittenen Elfmeter für Hartberg und einer unnötigen gelb-roten Karte für Thomas Murg bahnte sich die große Überraschung an. Schlussendlich ging die Partie nach einem weiteren Eigentor und einem schönen Badji-Treffer mit 4:3 an Hartberg, womit die Steirer wichtige Punkte gegen den Abstieg sammelten.

Vier Eigentore und die 10er-Quote

Wie überraschend der Sieg der Hartberger ist kann man auch anhand der Quoten ablesen. Bei tipp3 bekam man das Zehnfache seines Einsatzes ausbezahlt, während man für einen WAC-Sieg gegen Serienmeister Salzburg „nur“ das 5,5-fache des Einsatzes bekam. Eine weitere Facette dieser Partie sind natürlich die vier Eigentore, ein Rekord der für sehr lange Bestand haben dürfte. Selbst drei Eigentore wären schon ein Liga-Rekord gewesen, sodass der KURIER die vier Treffer ins falsche Tor als Rekord für die Ewigkeit ansieht.

In der kommenden Runde kommt es zum „Abstiegsduell“ zwischen Wacker Innsbruck und Hartberg. Wer glaubt, dass die Steirer die nächsten drei Punkte einfahren erhält bei tipp3 das 2,6-fache seines Einsatzes zurück. Rapid tritt zum Auswärtsmatch gegen die Admira an, wo die Hütteldorfer erneut Favorit sind. Für einen Sieg gibt es eine Quote von 1,65.

Cup-Endspiel in Klagenfurt

Wichtiger als das kommende Meisterschaftsspiel ist jedoch das Cup-Endspiel gegen RB Salzburg, bei dem es neben einem Titel für die Hütteldorfer auch um einen Fixplatz in der Europa-League-Gruppenphase geht. Wer glaubt, dass die Grün-Weißen das Spiel in 90 Minuten für sich entscheiden bekommt das Fünffache seines Einsatzes zurückgezahlt. Tipp3 hat übrigens eine tolle Aktion für das Finale am Laufen: Die Buchmacher erwarten ein torreiches Spiel und zahlen deshalb bei einem 0:0-Unentschieden alle Einsätze zurück!

Stefan Karger