Im zweiten Teil der Serie werden die Trainer der zweiten Tabellenhälfte (Abschlusstabelle 2010/11) vorgestellt. Hierbei handelt es sich um die Herren Kogler, Stöger, Gregoritsch,... Vom Europacupfinalisten bis zum Postbeamten – das sind die Trainer der Bundesliga, Teil 2

Im zweiten Teil der Serie werden die Trainer der zweiten Tabellenhälfte (Abschlusstabelle 2010/11) vorgestellt. Hierbei handelt es sich um die Herren Kogler, Stöger, Gregoritsch, Lederer und Kühbauer. Den ersten Teil unserer Kurzserie über die österreichischen Bundesligatrainer findest du hier.

6.) Walter Kogler (FC Wacker Innsbruck)

Der Kärntner Kogler (Jahrgang 1967) sah während seiner aktiven Zeit weite Teile Österreichs. Neben Sturm (1987-1992) war Kogler bei der Austria aus Wien (1992-1996; Meister und Cupsieger) ebenso beschäftigt, wie bei jener aus Salzburg (1996-1998; Meister).
In der Saison 1998/99 folgte ein Gastspiel beim AS Cannes und damit sein einziger Auslandsaufenthalt.
Nach einem halben Jahr beim LASK landete Kogler beim FC Tirol, wo er in den Jahren von 1999 bis 2002 dreimal en Suite Meister wurde. Seine letzte Station als Spieler war der FC Kärnten (2004).
Kogler brachte es immerhin auf 26 Teamspiele und eine Einberufung in den WM-Kader 1998, absolvierte in Frankreich jedoch kein Spiel.

Direkt nach seinem Karriereende übernahm er die Akademie in Kärnten, von wo er ein Jahr später nach St. Andrä wechselte. Nach einem halbjährigen Gastspiel beim DSV Leoben (inklusive Klassenerhalts) wechselte er 2008 nach Innsbruck. Dort stieg er mit Wacker 2010 in die oberste Spielklasse auf. Die erste Saison wurde auf Gesamtrang 6 abgeschlossen, nachdem man zwischenzeitlich mit Europa spekuliert hat. Allerdings war man zu keinem Zeitpunkt gefährdet abzusteigen. Kogler setzt auf Offensivfußball und möchte Wacker mittelfristig wieder an die Spitze heranführen.

7.) Peter Stöger (SC Wiener Neustadt)

Der gebürtige Wiener (Jahrgang 1966) begann seine Karriere beim FavAC (1985), wo er auch die Ausbildung genoss. Darauf folgten je einjährige Engagements bei Steyr und der Vienna, ehe es 1988 zur Austria ging, wo er in sechs Saisonen je dreimal Meister und Cupsieger wurde. Nach einem enttäuschenden Gastspiel in Innsbruck kehrte Stöger nach Wien zurück, unterschrieb allerdings in Hütteldorf. Bei Rapid folgte ein Meistertitel sowie das Erreichen des Finales im europäischen Cupsiegerbewerb, in dem Stöger (mit Schöttel und Kühbauer) durchspielte. Weitere Titel als Spieler sollten bei seinen restlichen Stationen zwar nicht folgen (LASK, Austria Wien, Admira und Untersiebenbrunn), dafür nahm Stöger an der WM 1998 teil (zwei Einwechslungen). Insgesamt absolvierte er 65 Teamspiele.

Nach seinem Karriereende 2004 übernahm er die Austria Wien Amateure. Ein Jahr später wurde er (während der Saison) zum Sportlichen Leiter der Kampfmannschaft befördert (Trainer: Frenkie Schinkels). Gemeinsam gewann man den ÖFB Cup 2005, sowie ein Jahr später das Double.
Nach der Austria wechselte Stöger nach Döbling (2007-2010), wo er die Vienna 2009 als Ostliga-Meister in die erste Liga coachte. Nach einem halbjährigen Aufenthalt beim GAK, darf sich Stöger nunmehr erneut als Trainer der höchsten Spielklasse versuchen. Eine schwierige Aufgabe, da Big Spender Frank Stronach dem Verein den Rücken zugekehrt hat. Neustadt hat einen radikalen Umbruch hinter sich und Stöger muss rasch eine taugliche Mannschaft zusammenstellen, die im Abstiegskampf bestehen kann.

8.) Werner Gregoritsch (KSV 1919)

Der Grazer (Jahrgang 1958) verbrachte den größten Teil seiner Profikarriere beim GAK (1976-1981, 1983/84), wo er auch einmal den Cuptitel erringen konnte. Zudem spielte Gregoritsch bei VOEST Linz und der Vienna.
Nach der Karriere machte Gregoritsch die Lehramtsausbildung an der PÄDAK Graz für Deutsch und Turnen.

Ab 1992 war er als Trainer im Nachwuchs des GAK aktiv. Dort arbeitete er am Aufbau der Akademie bis 2000 mit. Zur Jahrtausendwende übernahm er die Profis des GAK mit denen der Cupsieg errungen werden konnte.
2002 übernahm er den zweitklassigen SV Mattersburg, den er in die Bundesliga führte. Nach einer Saison beim LASK wechselte Gregoritsch 2006 zu Kapfenberg.
2008 führte er die Steirer als Meister der Ersten Liga ebenfalls in die Bundesliga, nachdem man ein Jahr zuvor die Klasse nur durch die Lizenzentzüge des GAK und der Admira halten konnte.
Gregoritsch gilt ob seines Temperaments als Motivationskünstler. Zudem legt er großen Wert auf die kämpferische Qualität seiner Mannschaft. Er beweist nunmehr seit Jahren, dass er den KSV immer wieder in der Klasse halten kann. Im Gegensatz zu anderen Mannschaften scheint es den Kapfenbergern jedes Jahr aufs Neue bewusst, dass sie potentiell abstiegsgefährdet sind, weswegen sie von der ersten Runde an um die entscheidenden Punkte fighten.

9.) Franz Lederer (SV Mattersburg)

Lederer (Jahrgang 1963) trainierte als Postbeamter den SC Wiesen und den FC Marz, eher er 2002 zum Co-Trainer von Mattersburg befördert wurde. Zunächst stand ihm Werner Gregoritsch, später Muhsin Ertugral vor, ehe er 2005 zum Cheftrainer ernannt wurde. Mit den Burgenländern erreichte Lederer zweimal das ÖFB Cupfinale (2006 und 2007), unterlag dort jedoch beiden Malen der Wiener Austria. Zudem wurde die Saison 2006/07 auf dem ausgezeichneten dritten Platz (hinter Salzburg und Ried) abgeschlossen.
Beim ersten Auftritt in Europa (2006) scheiterte man an Wisla Krakau nur knapp (1:1; 0:1), ein Jahr später stieg man gegen FC Aktobe (KAZ) mit einem Gesamtscore von 4:3 auf, ehe man gegen den FC Basel (1:6) chancenlos ausschied.
Mit Christian Fuchs gelang einem Spieler Lederers der Sprung in die deutsche Bundesliga (VfL Bochum, später Mainz 05 und Schalke 04).
In der letzten Saison belegte Lederer mit dem SVM den Endrang 9.
Ansonsten gilt ähnliches wie für Kapfenberg. In Mattersburg erwartet keiner einen Titel sondern gilt der Fokus von Beginn einer Saison auf dem Klassenerhalt. Ähnlich wie Kapfenberg versucht auch der SVM über den Kampf ins Spiel zu kommen.

10.) Dietmar „Didi“ Kühbauer (Admira Wacker/ Mödling)

Didi Kühbauer, der jüngste Bundesliga-Trainer (Jahrgang. 1971), ist der Dritte aus der Europacup-Finalmannschaft Rapids von 1996, der momentan als Cheftrainer in der Bundesliga agiert.
Er begann seine Profikarriere 1987 bei der Admira, von wo aus er 1992 zu Rapid wechselte. Neben dem bereits erwähnten Finaleinzug 1996 gewann er mit den Grün-Weißen einmal den Cup, sowie einmal die Meisterschaft.
Nach seinem Engagement bei Rapid wagte er den Sprung ins Ausland:
Zunächst ging es für 3 Jahre nach San Sebastián ins Baskenland, wo er für Real Sociedad spielte, ehe Kühbauer 2000 nach Wolfsburg wechselte. Nach zwei Jahren kehrte er nach Österreich zurück und ging zum SV Mattersburg, wo er 2008 auch seine aktive Laufbahn beendete.
Kühbauer nahm als Spieler an der WM 1998 teil und absolvierte 55 Teamspiele.

Kühbauer begann seine Trainerkarriere bei den Admira Amateuren. Im April 2010 beerbte er Walter Schachner, allerdings konnte er den Aufstieg von Wacker Innsbruck in der verbleibenden Zeit nicht mehr verhindern. Im Jahr darauf wurde das Ziel des Aufstieges dafür erreicht. Obwohl man bis zu neun Punkte Vorsprung auf Verfolger Altach hatte, musste man am Ende gehörig zittern und distanzierte die Vorarlberger Konkurrenz um lediglich einen Punkt.

Patrick Redl, abseits.at

Daniel Mandl Chefredakteur

Gründer von abseits.at und austriansoccerboard.at | Geboren 1984 in Wien | Liebt Fußball seit dem Kindesalter, lernte schon als "Gschropp" sämtliche Kicker und ihre Statistiken auswendig | Steht auf ausgefallene Reisen und lernt in seiner Freizeit neue Sprachen

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